Flüchtlinge – ein paar Zahlen…

Mal ein paar Fakten:
Syrien – Die Vereinten Nationen geben an, dass 220.000 Menschen von März 2011 bis März 2015 getötet wurden. Rund 11,6 Millionen Syrer sind auf der Flucht – Die UN bezeichnete die Flüchtlingskrise im Februar 2014 als die schlimmste seit dem Völkermord in Ruanda in den 1990er-Jahren.

Anzahl der Kriegsopfer anderer Kriege:
55.000.000–60.000.000: Zweiter Weltkrieg (1939–1945)
20.000.000: Zweiter Japanisch-Chinesischer Krieg (1937–1945)
3.800.000–5.400.000: Zweiter Kongokrieg (1998–2003)
2.500.000–3.500.000: Koreakrieg (1950–1953)
2.300.000–3.800.000: Vietnamkrieg (gesamt 1955–1975)
1.500.000–2.000.000: Afghanischer Bürgerkrieg und sowjetische Intervention (1979–1989)…

Rein Zahlen und Daten – sieht es so aus als hätten wir es mit einer großen Zahl an Flüchtlingen und einer relativ geringen Zahl an Todesopfern zu tun. Dieser Trend lässt sich auch an anderen Konflikten ablesen. Die generell erhöhte Mobiltät und vereinfachte Kommunikation sowie schlicht das vorhandene Wissen das es woanders “besser” ist führt offenbar zu großen – und wohl in Zukunft noch größeren – Flüchtlingzahlen.

Nachtrag: Da liegt vielleicht auch ein Körnchen Hoffnung in den Zahlen. Mit gutem Willen kann man daraus lesen dass die Menschen im Gegensatz zu früher nicht mehr so ohne weiteres bereit sind in ihren Häusern auf den Tod zu warten oder als Kanonenfutter verheizt zu werden. Um so wichtiger ist es sich dem Flüchtlingsproblem in aller Ernsthaftigkeit zu stellen.
Ich meine – ihr wisst schon dass das was wir für ein Schrebergartenhäuschen halten für eine Flüchtlingsfamilie ein Schloss ist. Und an alle die sagen “wir wollen das gar nicht schaffen”. PFUI. Ich wünsche euch nicht jemals in eine solche Lage zu kommen und dann zu erfahren was ein “nein” dann bedeutet.

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